❗️Wie der Druck der Neujahrsvorsätze deine Kreativität massiv beeinflussen kann.
Das neue Jahr bringt für viele neuen Schwung und Energie mit. Ein eigentlich sehr schönes Ereignis, allerdings bemerke ich seit Jahren die Tendenz zum absoluten Perfektionswahn im Kreativen, was wiederum in Frust, Prokrastination und Aufgeben endet.
Warum ist das so?
Nun, wenn du ein kreativer Mensch bist, dann weißt du vermutlich, dass Kreativität wie das Meer ist: Es rauscht, es gibt große und kleine Wellen und manchmal verhält deine kreative Seite sich auch absolut still. Wie das Wasser, das stetig in Bewegung ist, so wachsen und gedeihen du und deine Kreativität ebenso kontinuierlich. Die Schwierigkeit entsteht bei folgendem Punkt: Nicht gegen den Fluss zu rudern und dafür zu sorgen, dass stetig etwas fließen kann.
Wenn wir nun allerdings am 31.12 da sitzen und uns vornehmen, unser gesamtes Leben auf den Kopf zu stellen, nach dem Motto „Ab morgen, da gehe ich 4x ins Fitness, schreibe jeden Monat ein Buch und arbeite Vollzeit, ah und außerdem esse ich nur noch clean, gehe täglich 2h mit dem Hund laufen und und und“, dann werden dein Körper und deine Kreativität sagen: „Halt, Stopp! Moment mal!“
Von 0 auf 100 funktioniert ganz selten gut. Vor allem aber nicht im kreativen Bereich. Lass mich dir das erklären: Wenn ich bisher nur 10 Seiten am Stück pro Geschichte schreiben konnte, dann nützt es mir nichts, wenn ich von heute auf morgen auf einmal eine sechsteilige Reihe angehen möchte, mit verwirrenden und komplexen Welten, 20 Figuren und zehn Rechtssystemen in meiner Fantasiewelt. Vielleicht gelingt es dir noch, den Grundstein zu legen, aber sobald der Kopf, Körper und deine Kreativität merken: Mist, das ist jetzt viel, kommt die Vollbremsung.
Zu viel Druck, zu viel Erwartung und manchmal ein absoluter Mangel an Tools,
um die herausfordernden Aufgaben zu meistern.
Deswegen mein Rat: Reflektiere realistisch, wie es bisher aussah mit dem kreativen Ausleben.
1. Wie viel Zeit bleibt dir in der Woche?
2. Wo sind Phasen, in denen ich vielleicht missmutig Doomscrolling betreibe, aber viel glücklicher wäre, wenn ich irgendwas erschaffen, malen, skizzieren oder basteln würde?
3. Was sind denn meine kreativen Ziele allgemein? Und hier mal nicht an ein Datum denken, sondern so im Großen und Ganzen sich überlegen, wohin die Reise gehen darf und soll.

Anhand dieser Überlegungen kannst du normalerweise sehr schöne Muster erkennen, beispielsweise wann du kreativ bist, wie oft, in welchem Bereich und was dich am glücklichsten macht. Anhand dessen kannst du anschließend deine Jahresziele festlegen. Ganz sanft, realistisch und ohne Druck.
Denn glaube mir, es gibt nichts Schlimmeres, als extrem motiviert anzufangen und 2 Wochen später zu merken, dass man sich komplett verrannt hat und dann das Projekt fallen zu lassen. Viel schöner und besser für dich und deine Seele ist es, kleine Schritte zu gehen und stetig auf ein großes Ganzes hinzuarbeiten.

Mein Ziel für 2026?
Meine Liebe zum Lesen bewahren und noch einmal in eine ganz bestimmte Fantasiewelt eintauchen, die sehnsüchtig darauf wartet, von meinen Lesern entdeckt zu werden.
Ich wünsche einen wundervollen Start und ganz viel Freude im Jahr 2026!
Herzlichst
Jillian 🤍

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